Mathematik: Keine Frage des Geschlechts

Obwohl wir im 21. Jahrhundert leben, und inzwischen viel erreicht wurde bezüglich der Emanzipation der Frau, so bestehen dennoch Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Um als Land und als Gesellschaft voranzukommen, müssen wir uns diesen Vorurteilen entgegenstellen und diesen ein Ende setzen. Ob Feminist/in oder Verfechter/in des Egalitarismus, eine wahrhafte Gleichberechtigung lässt sich nur dann vollkommen durchsetzen, wenn auch die Vorurteile verschwunden sind. Deswegen, am heutigen Tag, widme ich diesem Artikel den Mythos dass Frauen schlechter in Mathematik als Männer seien.

Warum existiert dieser Mythos?

Grund für diese falsche Wahrnehmung sind zumeist soziale und kulturelle Erwartungen. Eine Recherche darüber lässt sich auf der Website von der American Psychological Association finden welche im August 2014 veröffentlicht wurde. Dort heißt es: „The research suggests that perceived or actual differences in cognitive performance between males and females are most likely the result of social and cultural factors”, oder auf Deutsch: “Die Recherche legt nahe, dass die wahrgenommen kognitiven Leistungen oder tatsächlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen höchstwahrscheinlich das Resultat von sozialen und kulturellen Faktoren ist.“

Eine weitere Studie, durchgeführt von Jessica Cantlon und ihr Team von der Carnegie Mellon University, kommt zu denselben Ergebnis. Die Studie hat 104 Kinder (3 bis 10 Jahre: 55 Mädchen) einem Test unterzogen, in welchem sie den Kindern informative Videos über frühe Mathethemen  gezeigt haben. Zusätzlich gab es noch einen Test zur Evaluierung von Hirnreifung, in dem die MRT-Scans von Kindern mit denen von einer Gruppe von Erwachsenen vergleicht wurde (63 Erwachsene; 25 Frauen) die dieselben Videos geschaut haben.

Resultat: Es gab keinen Unterschied bei der Verarbeitung von Mathematischen Fähigkeiten, und beide Geschlechter haben sich gleichermaßen damit beschäftigt.

Bedeutung der Funde

Wenn Frauen und Männer als Intellektuell gleichwertig angesehen werden, dann könnte sich vieles ändern in der schulischen und beruflichen Bildung. Auch am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft generell würde sich einiges ändern. Doch damit dies geschieht, muss der Mythos aus den Köpfen der Menschen verschwinden durch Aufklärungskampagnen.

Wissenschaftlich unsolide Stereotype sind nicht nur schädlich für das Individuum, sondern auch für die Gesellschaft an sich. Auch verhindern Vorurteile wie diese die Selbstentfaltung, und das ist ein wichtiges Gut in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

Veröffentlicht von thomasbaroque

Ich schreibe über politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Themen. Meine eigenen politischen Ziele ebenso. / I write about politics, the economy and science (my English isn't that good, though). My own political goals and ideas as well.

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